Unterschiedliche Zeitabläufe

Manches zu versteh´n fällt schwer,
drum etwas zu erklär´n, da müssen Analogien her.
Danach versteht man einiges genauer,
doch fraglich bleibt, ist man auch schlauer.

Schwer zu begreifen, dass in einem System,
das sich gegenüber einem anderen System
mit rasender Geschwindigkeit bewegt,
die Zeit viel langsamer vergeht.

Da mag man verständnislos die Birne schütteln,
am Sachverhalt ist nicht zu rütteln.
Der Einstein hat das theoretisch postuliert,
die Wissenschaftler haben´s praktisch ausprobiert.

Lässt man das mit der Geschwindigkeit einmal fort,
ist´s leicht sich vorzustellen, dass an einem anderen Ort
die Gegebenheiten sind verschieden
von denen wie bei uns hernieden.

Kommen wir wie Gulliver einstens in eine Zwergenwelt,
wo alles 100mal kleiner und schneller ausfällt.
Dort ist ein Zentimeter
das, was bei uns ein Meter,
eine 100stel Sekunde
das, was bei uns eine volle Sekunde.

Dort misst ein Zwerg im höchsten Falle 2 Zentimeter
für uns. Die denken aber, es sind 2 Meter.
Wenn wir vor ihnen stehen,
müssen sie aus ihrer Sicht 200 Meter nach oben sehen.

Allerdings sind wir für sie so lahm wie Schnecken
und müssen sich vor uns kaum erschrecken.
Wenn für uns nur eine Sekunde vergeht,
hat sich bei denen die Uhr schon 100 Sekunden weitergedreht.
Lassen wir aus 5 m Höhe eine Kartoffel fallen,
hören die es erst gut 1 ½ Minuten später knallen.
Bevor wir auch nur ein „Hallo“ vorgebracht,
haben die sich schon vor Langeweile totgelacht.

Falk-Ansgar
2010-05-15