Shakespears "Richard III." -
was einer daraus machte,
der erst am Ende des Stücks aufwachte.


Richard III., diese mörderische Kreatur,
gibt für ein Drama natürlich eine herrliche Figur.
Und so haben schon viele berühmte Mimen der Welt
ihn auf den Brettern und vor der Kamera dargestellt.


Wie das so gängig ist bei Strolchen,
sie betrügen, stehlen so auch molchen.

Richard III. war so ein Bösewicht.
Gutes von ihm vernahm man nicht.
Weil er so hässlich war wie die finsterste Nacht,
hatte er sich stets nur die schlimmsten Sachen ausgedacht.

Richard III. hatte König von England zu werden das Ziel,
und so inszenierte immer wieder er sein Missetatenspiel.

Alle Leute, die ihm bei seinen Plänen im Wege standen,
kamen irgendwie mit dem Leben abhanden.
Ums Verrecken wollte er nicht auf sein Ziel verzichten,
drum ließ er jede Menge Leute mitleidslos vernichten.
So auch seine Brüder und weitere Verwandte
bis hin zu jenen, die er als Vertraute des Königs kannte.

Er war ja nur ein popeliger Herzog, das wurmte ihn sehr,
desto gieriger verlangte er nach mehr.
Um sich schnell von seiner Frau, der Anne, zu trennen,
ließ er sie auf dem Scheiterhaufen rasch verbrennen.
Dann heirate er die Königinwitwe Elisabeth,
die dünkte ihm wohl etwas kuscheliger im Bett.

Doch irgendwie konnte er nicht ablsassen
von seinem irren Hassen.
So ließ er noch ´en Kumpel aus dem Buckingham Palast,
von seinen Schergen zuvor gefasst,
auf gräusliche Weise ermorden,
weil der ihm lästig war geworden.

Doch dann kam es mit den Hells Angeles
auf einem Feld in Wales
beim Woolworth zu einer Schlacht,
wo er so richtig wurde breit gemacht
von einem namens Richmond Tuder.
Der war mit einem Fuder
Söldner aus Frankreich gekommen
und hat mit ihm ein Gefecht aufgenommen,
wobei Richard, infolge eines falschen Set Ups
seiner Truppen, klägelich ging hopps.

Voll im Schlachtgetümmel
bekam er plötzlich einen Fimmel
und schrie: "Ein Königreich für den, der mich nach Hause fährt,
egal ob mit oder ohne Pferd !"
Sein Flehen brachte ihm jedoch kein Glück,
dagegen wohl ein bös´ Geschick:
Im Auf und Ab der Schlacht inmitten
ward ihm die Gurgel durchgeschnitten.

Falk-Ansgar
2011-03-01