Shakespears "Hamlet" -
was einer daraus machte,
der erst am Schluss des Stücks aufwachte.


Seit Jahren war er verschollen schon
der Familie Hamlets Sohn.
Toby so hieß er.
Nichts hinterließ er
als er verschwand. Nicht mal ´ne Spur.
So blieb das Hoffen nur.
Bis Hamlet mal in seinem Garten einen Schädel fand.
Er wirbelte ihn von Hand zu Hand,
wobei er folgenden Text verwandt:

"Toby or not Toby, das ist hier die Frage.
Doch schwant mir vage,
es könnte Toby sein.
Sein Hirn war schon immer so klein.
Nun denn, ich krieg´ es gewiss noch raus:
Da is´ etwas faul hinterm Gartenhaus."

Danach dann gegen Mitternacht, so gegen zwölfe Uhr,
erschien ihm der Geist des Vaters in Reinkultur.
Der raunte mit tönernder Stimme:
"Mein Sohn, dein Oheim ist der Schlimme.
Er ist es, der nicht nur Toby ermolchte,
sondern auch mich erdolchte.
Das Beste, was du jetzt machen kannst,
du schiebst ihm deinen Degen in seinen fetten Wanst."

Und Hamlet, von Zorn durchwoben,
hat das Ding gleich 3mal in den Onkel geschoben.

Indes seine Braut Opheliar,
die zufällig zugegen war,
hat diese Tat so mitgenommen,
dass sie der Wahnsinn ist überkommen.
Was Hamlet schon ein wenig rührte
und zum Ausspruch führte:
"Schwachsinn, dein Name ist Frau.
Da werde einer noch draus schlau."

In Folge wurde noch gemeuchelt viel.
Zum Schluss nur noch der Vorhang fiel.

Falk-Ansgar
2011-02-26