Shakespears " Ein Sommernachtstraum "
Was einer daraus machte,
der erst zum Schluss des Stücks aufwachte.


Also, was diese Nobelhippis anbetrifft,
so waren die zum Höhepunkt ganz schön bekifft,
indem sie irgendwie der Wahnsinn übermannte,
und keiner mehr den and´ren kannte.

Schuld an allem war Hein Puck, der Sohn
von so´nem Mirakelmaker namens Oberon.
Derselbe hatte auf dem Feste
seines Alten jedem dessen Gäste
paar Zaubertropfen in den Wein gespritzt,
worauf dieselben waren wie von Extasy erhitzt.
Alle überwältigten die Gefühle
und öffneten sich dem Liebespiele,
d.h., bei sanftem Gedresche
ging jeder jedem an die Wäsche.
Seine Mutter Titania war gar völlig abgenutscht
und hatte ein Pferd auf dem Flure abgeknutscht,
worauf sie abgehoben schrie: Mich hat ein Pferd geküsst.
Ihr wisst ja nicht, wie cool das ist.

Auch Puck, dieser Hirni, hatte von dem Zeugs probiert
und war danach vom Geist her völlig unsortiert,
indem er ballerte wie ein wilder
Pistolero auf Papas Firmenschilder.
Möglich, dass es auch Cuppido mit seinen Pfeilen war.
Im Nachhinein ist dieses nicht so klar.

Nur Oberon hatte komischerweise keinem im Kahn,
d.h., war nicht berauscht vom Triebeswahn.
Doch fand er es auf Dauer wenig schön,
dem unständigen Treiben zuzuseh´n.
So betupfte er jeden einzelnen mit seiner Mirakelkrem.
Die brannte zwar etwas unangenehm,
doch kurze Zeit darauf
war ´n alle wieder super drauf.

Fröhlich begaben sich alle in die Stadt,
dahin, wo Cyranus mit Tisbe eine Destille hat.
Zur Feier des Tages gaben die beiden ihren Gästen
ein Pantomime zum Besten.
Er war dabei der hibbelige Alte
und sie die Spalte
im Zaun, durch die er schaute,
ob nebenan nicht schon wieder einer sein Fahrrad klaute.

Falk-Ansgar
2011-09-03