Rein nichts begriffen

Wohl hat ein jeder dieses Recht,
sein Leben einzurichten, wie er möcht´.
Doch sei erlaubt zu sagen, ob gefällt,
was da sich einen so zur Ansicht stellt:

Schon ziemlich alt und knatterig,
die Nerven auch recht flatterig,
so schuftet wie bekloppt er rum
den ganzen Tag den Buckel krumm.
Und mährt dazu: „Gibt viel zu tun,
hab´ keine Zeit, mich auszuruh´n.“

So grantelt er sich durch den Tag,
den oftmals er nicht leiden mag.
Doch keine Arbeit ist für ihn nicht drin.
Mit Rödeln nur kriegt er den Alltag hin.

So kann vom Abzubuckeln er nicht lassen,
statt sich der Muße mal zu überlassen.

Wenn der erst mal den Hintern zugekniffen
hat er von Lebensart rein nichts begriffen.


Falk-Ansgar
2012-10-18