Frei nach "Rossini"

Der Barbier von Sevilla

Der schlitzohrige Barbier von Sevilla
überbringt die frohe Botschaft: Sie will, ja !
Die soll den knattrigen Advokaten erfreu´n,
der will nämlich sein blutjunges Mündel frei´n.
In Wirklichkeit spinnt er mit an einer Intrige,
damit der herzige Almaviva die Rosina kriege.
Jedenfalls ist er auf die Schnelle
stets mit Pinsel und Seife zur Stelle,
wenn´s gilt, den Alten beim Löffel balbieren abzulenken,
indes sich Rosina kann ihrem Liebsten schenken.

Bei Figaros hantierendem Geschick
verliert der Tatter mehr und mehr den Überblick,
und auch der allerletzte im Publikum begreift,
da wird einer mächtig eingeseift.

Mit Mitgefühl erfährt man auch,
so ein Babier steht ständig auf dem Schlauch.
Wenn er so durch die Salone wetzt,
ist er bis aufs Äußerste abgehetzt
und singt die Mitleid erweckende Mär:
"Leute, ich kann nicht mehr.
Immer nur hie und dahin geh´n
und auch noch den Weibern zur Verfügung steh´n,
ist wirklich ein hartes Los.
Was mach ich bloß ?"

Schließlich fügt sich für ihn alles zu einem glücklichen Ende,
der Alte drückt ihm nämlich ´ne Menge Schotter in die Hände.

Falk-Ansgar
2008-07-20