Leere, nichts als Leere

Könnten wir in das Innere eines Atoms gelangen,
wär´ dortens kaum was anzufangen.
Das Meiste darin, das ist Leere,
so ungefähre,
wie der Kosmos ist,
wenn man ihn total durchmisst.
Auch wenn es da gibt an die Abermilliarden Galaxien,
zwischen denen Gas- und Staubwolken zieh´n,
gemessen an der ungeheuerlichen Weite des Raumes,
ist alles ein Nichts, ein Kaum-is´.
Im Innern des Atoms von Festigkeit keine Spur
und solchen Eigenheiten wie Farbe oder Temperatur.
Auch müssen wir uns nicht scheren
beim Überqueren
der Elektronenbahnen noch wie beim Niels, dem Bohr,
weil die in solcher Weise kommen heute nicht mehr vor,
stattdessen mit dieser und jener Wahrscheinlichkeit
die Elektronen sind vom Kerne unterschiedlich weit.
Mal sind sie hier, mal dort.
Kaum sind sie aufgetaucht, schon sind sie wieder fort.
Bei diesen Gefahren
ist es schon schwer, bis zum Kern zu fahren,
stets in der der Ungewisslichheit
der nicht vorhersehbaren Ungenauigkeit.
Das hat schon wohl den Charme
von einem Mückenschwarm:
Auch in diesem weiß man nicht,
welche von denen als nächste in die Glatze sticht.
Dabei ist die Zahl der Elektronen wahrhaftig klein,
es können nie mehr als 92 sein.
Doch ist die Zahl der Dinger
meistens viel geringer.
Im Durchmesser des Atoms so etwa hin
ist der Kern nur um Einhundert-Tausendstel drin,
macht, wenn man die Erdumlaufbahn als Rand eines Atomes sieht,
der Durchmesser der Sonne nur bei 3000 km liegt.
Kann es nun auch noch gelingen
ins Innere des Kernes einzudringen ?
Hier befindet sich fast die gesamte Menge
des Atomes Masse, dicht auf dicht in Enge.
Man stelle sich vor eine riesige Brücke
und darauf eine winzige Mücke:
Allein in der Mücke befindet sich fast das gesamte Gewicht.
Das von der Brücke, das spürt man fast nicht.
Der Kern ist ein Gemenge von Nukleonen:
Neutrale Neutronen und positiv geladenen Protonen,
alles zusammengehalten von Gluonen,
so etwas Ähnliches wie Klebe, damit der ganze Schiet
durch die Abstoßungskraft der Protonen nicht auseinanderfliegt.
Doch sind die Nukleonen ihrerseits aus „Quarks“ zusammengefügt,
durch deren bruchteilhaften Ladungsgrößen sich das Ganze ergibt.


Falk-Ansgar
2010-09-16




Hier begebe ich mich auf dünnes Eis.
Ich könnte leicht einbrechen, wer weiß:

Die Quarks-Familie

ist unterteilt in die 6 Kategorien
up, down, strange, charm, top und bottom.
Die wiederumg unterteilt in die „Farben“
Rot, Grün und Blau.

Die Kernteilchen Proton und Neutron
sind jeweils zusammengesetzt
aus 3 Quarks der Sorte up und down.

Das up-Quark besitzt die Drittelladung + 2/3
Das down-Quark besitzt die Drittelladung – 1/3.

Ein Proton hat die Ladung + 1,
bewirkt durch 3 Quarks
mit den Teilladungen
+ 2/3, + 2/3, - 1/3 = + 3/3 = +1

Ein Neutron hat die Ladung 0,
bewirkt durch 3 Quarks
mit den Teilladungen
- 1/3, - 1/3, + 2/3 = 0.