Keine Sünde

Sitzt eine beim Kaplan im Beichtgestühl
und beichtet ihm ihr Schuldgefühl:
"Es drängt mich, dauernd in den Spiegel reinzuseh´n,
derweil ich glaube, ich bin wunderschön.
Nur fürchte ich, wie ich es finde,
dies´ meine Eitelkeit ist eine große Sünde."

Dem Geistlichen in seinem Beichtkontor
kommt dieses voll daneben vor
und haucht durchs Gitterfenster:
"Töchterchen, du siehst Gespenster.
Dein Schönheitsglaube ist doch, wie ich finde,
ein fürchterlicher Irrtum - und folglich keine Sünde.

Absolvo te !
Ade ! "


Falk-Ansgar
2011-01-24