Je größer die Fresse, desto kleiner das Gehirn
(angeregt durch Dieter Nuhr „Geheimnis des perfekten Tages“)

Ganz früher ähnelte der Mensch dem Affen.
Drum konnte er geistig nicht viel raffen,
denn sein Gehirn war nur klein portioniert,
sein Kiefer dagen überproportioniert.
Und stand auch weit vor,
wobei sich der Schädel flach nach hinten verlor.
Das Hirn war hilfslos eingezwängt,
vom mächtigen Kaugestell nach oben gedrängt.
Das war wie eine Schnauze anzuseh´n.
Der Mensch war eben stattlich, doch nicht schön.
Im Laufe der menschlichen Evolution,
über die Jahre, die Million,
ging sie verloren die Deformation.
Der Unterkiefer bildete sich zurück.
Das Gehirn bekam mehr Platz, zum Glück.
Der Mensch von heute ist klug und schlau,
viel schlauer als des Ebers Frau.
Ansonsten ist alles so geblieben
wie bei unseren Vorgenossen, den lieben:
Wenn einer eine große Fresse hat,
ist die, ganz klar, an Hirnes Statt.
Das kann auch gar nicht anders sein,
schaut man in den weiten Kreis seiner Verwandtschaft rein.

Falk-Ansgar
2013-09-01