Ich

Das will mir wohl nicht in den Kopf hinein:
Mein „Ich“, das würd´ nichts and´res sein,
als ein Gewirkel zwischen den Neuronen,
die vielemale mein Gehirn bewohnen.
Sie gestalten meinen Sinn
als ein Bewusstsein, dass ich wirklich bin.

Dann wäre dieses „Ich“, das diese Zeilen schreibt,
ein Etwas, von dem nichts übrig bleibt,
wenn jene Mechanismen, die das „Ich“ bewirken,
nach einem Störfall nicht mehr wirken,
wodurch ich aus ´nem Dasein werd´ geführt,
das lediglich aus energetischem Gewirr hat existiert.

Recht schwierig wird ´s dann mit ´ner Religion,
mit einer auf ein Jenseits hinsortierten Illusion.
Denn für ´ne „Schaltkreisexistenz“
mag es wohl keinen Himmel geben - in Konsequenz.
Und sollte dies dem so entsprechen,
wär ´s logisch gar, mit so ´ner Religion zu brechen.

Falk-Ansgar
2012-10-05