Hockt sich ein Vogel

Hockt sich ein Vogel nieder,
so krümmen sich automatisch der Füße Glieder
und umkrallen den Ast
auf dem derselbe macht seine Rast.
Selbst wenn der Gefiederte ein Nickerchen macht,
er nicht zu Boden kracht.
Der Mechanismus in den Krallen krallt so fest,
dass es den Vogel nicht fallen lässt.
Und auch beim Schütteln der Äste hin und her,
fällt diesem das Sitzen nicht schwer.
Dies alles macht er unbewusst. Beim Niedergleiten
muss er sich nicht extra aufs Hocken vorbereiten.
Kaum setzt er sich nieder – schrumm -
sind blitzesschnell die Krallen krumm.
Und will er wieder fort
zum nächsten Ort,
dann öffnen sich beim Erheben
von selbst die Krallen mal so eben.
So kommt er ganz locker
von seinem Hocker.

Schon toll, was sich die Natur so alles ausgedacht,
womit sie ihre Kreaturen rührig macht.


Falk-Ansgar
2012-09-16