Heinz Huckebein

Heinz Huckebein, der depperte Rabe,
war frech und dreist in sein´m Gehabe.
Wohl könnte er noch heute leben,
tät er nicht stets nach Blödsinn streben.
Drum endete mit wenig Glück
sein weiteres Geschick.
Denn eines Tages, ohne Zweifel,
da ritt ihn wieder mal der Teufel.
Kippte gluck, gluck, gluck
so einige Likörchen Schluck um Schluck.
Danach torkelte er wie dumm
besoffen auf dem Tisch herum,
d.h., so voll wie eine Natter
betrieb er taumelndes Geflatter.
Dann ging alles ziemlich schnell
in dem berüchtigten Hotel,
wo die alte Witwe Bolte
mal wieder einen Pulli stricken wollte.
Zog Fäden von´ner Rolle
allerbester Kaschmirwolle,
die mehrere Male jedenfalls
vertüddelte sich um seinen Hals.
Er kippte von des Tisches Kannte,
worauf der Faden fest um seinen Hals sich spannte,
weil jener, unter einem Aschenbecher eingeklemmt,
in seinem Freilauf war gehemmt.
Um seine Gurgel ward es enger,
sein Krächzen darum immer bänger.
Schließlich hing er leblos da.
Die Witwe sah´s und sprach: "Ja, ja.
Wer zuviel säuft von dem Likör,
hat danach keine Sorgen mehr."

Falk-Ansgar
2009-10-09