Hebelgesetz

Schon in der Antike ist man ganz unbefangen
nach dieser Devise vorgegangen,
nur die allernotwendigsten Kräfte einzusetzen,
um schwere Lasten zu versetzen,
indem man einen langen Hebel nimmt,
wo das Verhältnis von Kraft- zu Lastarm günstig stimmt.

Mit diesem sicheren Vertrauen
konnten die „Kameraden“ damals schon Pyramiden bauen.

Einer von denen protzte rum in der Vergangenheit,
mit einem Hebel sei für ihn ´ne Last nur eine Kleinigkeit.
Man brauche ihm nur einen festen Punkt zu geben,
dann könne er die Welt aus den Angeln heben.

Ein Vater mit seinem Kinde zu einem Spielplatz geht,
wo eine große Wippe steht.
Auf der wird an einem Ende das Kleine plaziert,
worauf der Papa auf die andere Seite marschiert,
wo er sich niederlässt zur Mitte hin ganz dicht
und seine Beine hebt. Schon gibt’s ein Gleichgewicht.

Das Kind mit 25 kg sitzt vom Drehpunkt weg 3 Meter,
der Vater mit 75 kg nur einen Meter.
Rechnerisch ergibt sich:
25 mal 3 = 75 mal 1 = fünfundsiebzig.

Schon immer und für alle Zeit
gilt für ´nen Hebel Gleichgewichtigkeit,
wenn diese Bedingung ist erfüllt:

Last mal Lastarm = Kraft mal Kraftarm

Genau so wie früher die Leute
wissen wir´s auch heute:
Schon mit einer kleinen Kraft
man riesengroße Lasten schafft.


Falk-Ansgar
2010-11-08