Erstaunlich, was das ZDF
vom Wissen weiß aus dem Eff-Eff.

Gilgamesch, der Herrscher von Uruk,
betrieb mit seiner Macht höchst gröblichen Unfug.
So war er ein überaus schlimmer Finger,
entjungferte haufenweise junge Dinger,
drosch sadistisch auf seine Untertanen ein.
Kurzum, er war ein Halunke und gemein.

Um Gilgamesch einen Denkzettel zu verpassen,
mussten die Götter sich was einfall´n lassen.
Sie befahlen Unhold Enkidu, der draußen weit in der Wildnis saß,
der, wenn er Kohldampf hatte, auch vom Heidekraute fraß,
er solle dem Gilgamesch mal geben so richtig eins rein
und durch solches Uruk vom Tyrannen befrein.

Doch wer hätte dies gedacht, über Nacht
haben die beiden auf Kumpels gemacht.
Enkidu trinkt auf einmal Bier und Wein
und trägt Klamotten sauber und fein.
Nun latschten beide davon
weit hoch bis in den Libanon.
Dort machten sie den „Förster vom Zedernwald“
Chumbaba kalt.
Der hatte sich ihnen nämlich quergestellt,
nachdem sie einige seiner Bäume gefällt.
Nun schickten sie einige davon
nach Hause, mit fröhlichen Grüßen aus dem Libanon.

Des weiteren reizte eine Göttin mit geschürztem Rock
den Gilgamesch. Nur hatte jener keinen Bock.
Da kam auf ihr Geheiß ein wilder Stier herangehoppt,
doch kriegte der prompt was zwischen die Hörner gekloppt.

Sie trafen auch Utnapischtim, einen seltsamen alten Knaben,
der faselte, bei einer Sintflut knietief im Wasser gestanden zu haben.
Nur wird an dieser Stelle nicht klar,
ob es nicht doch der Noah war.

Als Enkidu unterwegs zu sterben kam,
sich Gilgamesch vor Gram
beinahe das Leben nahm.

Mit einem Kraut des Lebens
sockte Gilgemesch nach Hause, doch vergebens
hoffte er, dass sich das sachte
irgendwie bemerkbar machte.

In sich gehend kam er zu dem Resultat:
Am besten lebt´s sich akurat.
Er ließ um Uruk eine Mauer bau´n,
um dortens aus sich umzuschau´n.

Falk-Ansgar
2008-01-08

Der verehrte Leser möge bedenken: Das Gilgamesch-Epos besteht aus 3000 Versen. Kürzer ging´s nun wirklich nicht.

Gilgamesch
~ 2700 v. Chr.
Uruk - Mesopotamien