Als Erstes sollten wir fürs heutige Leben danken,
denn unsere Altvorderen, die rochen und stanken.

Beschrieben soll hier werden, wie unsere Ahnen
mit der Analhygiene zu rande kamen.
Alle auf ihre spezielle Weise,
von niedrig bis in hohe Kreise.

Wie früher man der Notdurft sich erging,
war schon ein delikates Ding:
Der Römer nahm ´ne Scherbe
sich aus Ton für seine Kerbe,
doch für ein sanfteres Gefühl -
´nen Schwamm am Stiel,
wo vorher war in Lake durchgewässert,
wodurch die Reinheit wurde klar verbessert.

Der Beduine griff sich Wüstensand,
doch stets nur mit der linken Hand.
Der Mensch von einer Südseeinsel
den recht geformten Palmenpinsel.
Der Mexikaner nahm ein Blatt vom Mais,
und putzte damit rum am Steiß.

Doch hierzulande für ihr „Groß“,
sie nahmen büschelweise Moos.
Wohl auch mit einer Hand voll Gras
bewerkstelligte man das.
Desgleichen, Blatt auf Blatte
aus Laub, wenn man es hatte.
Selbst mit einem Birkenzweig
wurde durch den Arsch gegeigt.
Des Sommers kackte man am Bache,
auch dicht an einer Regenlache.
Im Winter gab es kein Problem,
man konnte sich vom Schnee was nehm´n.
Die Reichen nahmen einen feuchten Lappen,
um damit alles rein zu pappen.
Auch mit dem Finger einer Hand,
der ward gesäubert am Gewand.
Uns Oma riss sich, rauh auch glatte,
von ihrer Zeitschrift ein Stück Blatte.

Wie herrlich ist doch jetzt die Zeit,
wo weiches Klo-Papier steht stets bereit.
Wer heutzutage zur Toilette rennt,
tut´s fröhlich wie zu ´nem Event.

Doch:
Vor dem Stuhlgang, nach dem Essen,
das Händewaschen nicht vergessen.

Falk-Ansgar
2007-12-12

Geschichte der Analhygiene
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