Nicht diese,
die Patronin der Theresienwiese,
auch nicht die andere da,
Maria-Theresia,
wollte Fritze frei´n.
Als Homo ließ er´s lieber sein.
Am Ende wurde er doch getraut.
Eine aus Braunschweig war seine Braut.

Dann zeigte sich seine verruchte Gesinnung
im Streben nach rücksichtsloser Landgewinnung.
Ohne erst lange zu diskutieren,
ließ er in Schlesien einmarschieren.
Sieben Jahre gab es Krieg,
der endete mit Preußens Sieg.
Doch war der Zufall des Glückes Schmied,
weil Zarin Lisbetha beizeiten verschied.
Doch nicht genug: Hat ohne Gewissen
noch Teile von Polen ansichgerissen.

Des weiter´n ließ Friedrich Kartoffeln anbau´n,
und reiste viel rum, um nachzuschau´n.
Zu Hause auf Schloss „Sans Souci“
hielt er es mit der Philosophie.
Beim Flötenspiel mit Meister Quantz
verlieh er dem Hofe höchsten Glanz.

Er war der erste Diener für seinen Staat
mit einem ihm ergebenen Beamtenapparat.
Doch ohne Zweifel, es war s e i n Staat,
und er bestimmte, wo es langging nachgerad´.
Er praktizierte eine Form von Rechtstaatlichkeit,
ein cooles Dingens zu seiner Zeit.
Dazu war er ein weitbekannter,
in Glaubensfragen toleranter.

Nur mit der deutschen Sprache hatte er wenig im Sinn.
Einige Sätze bekam er aber hin.

Falk-Ansgar
2007-06-27

Friedrich der Große
1750
Potsdam