Fliegen fangen

Mit wuppsiger Geschwindigkeit
und Leichtigkeit
entkommt die Fliege der wuppsenden Hand,
weil sie die Gefahr hat rechtzeitig erkannt.

Die Fliege
ist im raschen Mitzukriegen,
da ist was los,
da bewegt sich was, ganz groß.
10 mal schneller, als ein Mensch es kann !
Eine Hand kommt daher für sie recht müde an.
Auch wie Menschen und Dinge sich bewegen,
kann so ´ne Fliege nicht erregen.
Ist so, als würden wir alles in Zeitlupe seh´n.
Für so ´ne Fliege höchst bequem.

Warum man manchmal doch ´ne Fliege fängt ?
Weil diese auch mal so richtig „pennt“.
Kommt also ´ne Hand ganz langsam ran,
bemerkt sie nichts. Dann is´se dran !

PS.
Manchmal sieht man auf dem Boden
eines Zimmers tote Fliegen liegen.
Die haben versucht, an der Zimmerdecke zu landen.
Das ist ziemlich schwer. In der Regel fliegen
die Fliegen mit den Beinen nach unten.
Vor der Landung an der Decke müssen
sie in einer Auerbachdrehung die Beine
nach oben kriegen, worauf sie sich schnell an
der Decke festzukrallen versuchen. Gelingt das nicht,
fallen sie runter und brechen sich das Genick.
Eigentlich müssten wir gar keine Fliegen fangen.
Wir sollten in aller Ruhe abwarten, wie all die dusseligen
Fliegen versuchen, an der Zimmerdecke zu landen.


Falk-Ansgar
2012-10-27