Feecebuk

Gar mancher ist doch recht erstaunt,
hat einer noch kein Feecebuk-Ekaunt.
Denn wo doch solches hätten installiert,
sie lebten völlig ungeniert.

Zu reden also von den vielen
ausgemachten Infantilen,
die sich auf ihrer Netzwerkreise
intimlichst outen breit in weite Kreise,
auch oft in kaum benehmensvoller Weise,
wobei, höchst interessant,
sie fleißig denunzieren ihren Bildungsstand.

So wird dann völlig ungehemmt enthemmt,
was an der Hirnhautlatte klemmt.
Und dies, um endlich mal dem tristen Leben,
so etwas wie Bedeutsamkeit zu geben.
Dann quaken sie aus ihrem Daseinsbrei
vom Allernichtigsten wie nichts dabei,
d.h., es wird mit allem rausgerückt,
was triebig in der Birne drückt,

wie dass

die Oma, als sie kürzlich lachte,
was hörbar in die Hose krachte,

im Fernsehfilm die Gladiolen
in der Arena sich den Arsch versohlen,

der Meier geiernd hinterm Fenster steht,
wenn nackt Frau Lola durch den Garten geht.


So reih´n sie Mist an Mist,
volldenkend, dass es wichtig ist.
Und geben als besonderen Clou
´n Haufen Fotos noch dazu.

Macht Spaß, per Feecebuk zu quatschen,
ist wie im Schlamm herumzumatschen.


Falk-Ansgar
2012-06-12