Förster Krause

Der Förster durch die Auen streicht
wo ihm ein schönes Reh sich zeicht.
Da bläst er in sein Horn -
versehentlich von vorn -
und wundert sich, dass nichts sich regt,
das Reh nicht mal den Schwanz bewegt.

***
Der Förster durch die Waldung schleicht,
wo ihm ein lauter Furz entweicht.
Ein Eichhorn meint: "Wie ist das herrlich,
was so laut knarrt, ist ungefährlich."

***
Der Förster durch das Fenster schaut,
weil er der holden Frau misstraut.
Und richtig sieht er sie auch pudelnackig
mit einem Manne stramm und knackig
beim Reitenüben den Galopp,
zuunterst er, sie oben dropp.
Der Förster ist doch sehr betrübt,
weil´s wieder mal kein Mittagessen gibt.

***
Ganz klar, er weiß, was Anstand ist,
wenn er so mal auf Anstand ist.
Kommt da ´ne fette Sau vorbei,
schreit er vorm Schuss: "Ich bin so frei !"

***
Kann sein, dass man ihn nicht versteht,
wenn man mit ihm spazierengeht.
Sogar sein Hund schaut dämlich drein,
spricht Krause mit ihm auf Latein.

Falk-Ansgar
2001-05-19