Es gibt kein Licht

Eigentlich
gibt es so was nicht,
so was wie Licht.
Oder Farben. Oder Wärme
bis unter die Ärme.
All dieses „gaukelt“ uns nur
das Gehirn vor. In der Natur
gibt es von alledem nicht die Spur.
Umgeben sind wir von elektromagnetischen Wellen,
den schnellen,
mit ihren differenzierten Längen
von den weiten bis zu den engen.
Und jene, die wir als Licht empfinden,
sind ganz grob im Bereich von 500 Nanometer zu finden
oder, zur Anschauung wegen,
auf einem Millimeter sich 500 Millionen Wellen bewegen.
Erst wenn diese durchs Auge dringen
und auf der Netzhaut einen elektrischen Reiz erzwingen,
erzeugt das dadurch angeregte Gehirn den Eindruck „Licht“
in seinem Farbenspektrum, mehr aber auch nicht.
Es gibt keine Farben, keine Helligkeit.
All dieses stellt uns erst das Gehirn in seinem Wirken bereit.
Es deutet die Welt um uns so um, dass sie uns gefällt.
In Realiter ist sie nicht so, die Welt.
Wärme, Licht, Dunkel- wie auch Helligkeit,
all das sind Erzeugnisse gehirnlicher Tätigkeit.

Erkennen wir also in unseren menschlichen Sicht
die Welt so, wie sie ist ? Natürlich nicht.
Denn unser Gehirn bildet die Welt nicht etwa ab, so wie sie ist real,
vielmehr legt es diese für uns aus. Der Unterschied ist fundamental. ***

Vorsicht bei einem, der meint, er sei ein Realist
und sähe die Welt so, wie sie ist.
Mitnichten ! Doch egal,
ob einem in diesem Jammertal
ein Stein auf den Kopf fällt bei Dunkelheit oder Licht,
schön ist das jedenfalls nicht.

Falk-Ansgar
2013-02-02

*** Abgeguckt bei Hoimar v. Ditfurt:
„Wir sind nicht nur von dieser Welt“.