Des Menschen Überheblichkeit

Ist höchst doch interessant
wie auch granatenmäßig arrogant
der Mensch sich dünkt,
dass ihm ein zweites Leben winkt
in einer im Jenseits etablierten Welt,
wo´s auch den Göttern gut gefällt.

In seiner anthroprozentrischen Überheblichkeit
der Mensch vermeint, nur er sei für eine Ewigkeit
von höheren Mächten auserkoren,
für einen Übergang in eine nächste Welt geboren.
Nur ihm, dem Mensch, den Göttern gleich,
gebührt ein Platz im Himmelreich.

Da haute was mit Sicherheit nicht hin,
käm dies ´ner Milbe in den Sinn,
so ´n Viech, das nachts sein Bettgeselle ist
und gierig seine Schuppen frisst.

So übergeschnappt, was Auserlesenes zu sein,
fiel schon den Menschen im Altertum ein.
So bei den Römers in der Küche
hingen an den Wänden solche Sprüche:

Quod licet Jovi
non licet bovi


bedeutet wohl, das was den Jupiter °°° ziert,
noch lange nicht dem Ochs *** gebührt.

Wohl denn, als Krönung der kosmischen Evolution,
glaubt sich der Mensch in dieser auserwählten Situation:

Nur ihm ist ein ewiges Leben beschert.
Die übrigen Geschöpfe sind dess´ nicht wert.


Falk-Ansgar
2015-06-26

°°° und den göttergleichen Menschen
*** und dem andere Kroppzeug