Der unentbehrliche Daumen

Wie gut, dass wir Menschen wie die Affen gebor´n,
denn ohne Daumen wär´n wir meist verlor´n.
Was denn, wenn keinen wir so´n Dingens hätten ?
Was würden wir bloß tun auf den Toiletten ?
Wir könnten das Papier nicht richtig falten,
zu dem zur Reinigung nicht festehalten.
Wir könnten´s Frühstücksei nicht mit dem Messer köpfen,
an uns´ren Hemden Knöpfe knöpfen,
wie auch das Zieh´n am Reißverschluss
erzeugte nervig uns nichts als Verdruss.
Wir könnten kaum das Smartephon ergreifen
und nichts aus Gummi überstreifen.
Uns Oma könnte keinen Overall mehr stricken
und Opa die Prothese haftend an den Gaumen drücken.
Wir könnten zwar noch dem kleinen Finger in der Nase bohren,
doch spätestens beim Kartoffelschäl´n wär´n wir verloren.
Kaum würden wir noch wagen,
´nen Nagel festzuhalten und mi ´m Hammer zuzuschlagen.
Und würden uns bekloppt anstellen,
an unserer Armbanduhr die Uhrzeit einzustellen.
Und gäben sehenswert schon was zu lachen,
so ohne Daumen Anhalter zu machen.
Und hätten niemals das Vergnügen,
mit „Plopp“ ´ne Pulle Bier zu öffnen kriegen.
Wie auch zum Naseputzen,
die daumenlose Hand wär´ nicht von Nutzen.
Nur jenen Stinkern wäre dies zu gönnen,
sich keine Zigaretten selbst mehr dreh´n zu können.


Erkenntnis
Was nützet dem Menschen sein ganzer Geist,
wenn Daumen ihm nicht seinen Laden schmeißt.


Falk-Ansgar
2014-06-04