Der Uhu

Der Uhu schaut aus Baumes Krone
in der Erwartung gar nicht ohne,
dass sich im Laub des Waldes Boden
´ne Maus fängt an sich auszutoben.

Er senkt sich nieder ohne Flattern,
um jenes Tierchen zu ergattern,
für sich und seine Brut zu Hause,
sich gut zu tun beim Schmause.

Doch Mäuslein ist so auch nicht ohne.
Mit dem ihm eigenen Argwohne
sieht es zum Glücke noch beizeiten,
den Uhu geiernd runtergleiten.

Schon sieht man es ins Loch reinflitzen,
gefoppt den Uhu davor sitzen.
Doch denkt der weise: Wär´ wohls Beste,
ich flöge heim, da gibt´s noch Reste.

Falk-Ansgar
2008-11-17