Der Forz

Und sitzt ein Forz erst einmal quer,
man leidet um so desto mehr.
Denn wo ein Forz nicht weiß wohin,
verbeißt er sich so richtig rin.
Da hilft kein Pressen oder Drücken,
das Ding will einfach nicht entrücken.
Und aus dem Inneren der Därme
hört man es rumpeln mit Gelärme.
Oft hilfet dann ein Magenbitter
für ein keimfreimachendes Gewitter.
Dann plötzlich, selbst durch dickste Hosen,
entweichet er mit lautem Tosen.
Natürlich sind die Nachbarn höchst schockiert,
wenn sie der scharfe Wind berührt.
Indessen haben sie noch Glück,
weil der nicht stinkt als Donnerstück.
Viel schlimmer sind die leisen Schleicher,
weil die sind viel aromareicher.
Da kann es schon mal sein, dass unter Fluchen
die Leute panikartig schnell das Weite suchen.

Drum:
Der Forzer voll auf Anstand steht,
wenn er zum Forzen abseits geht.


Tip:
Wem ungewollt der Forz entrann,
schau´ vorwurfsvoll den Nachbarn an.


Falk-Ansgar
2010-12-31