Casanova war ein heißer Hirsch,
ging gerne nach Frauen für Sex auf die Pirsch.
Um solche dafür rumzukriegen,
pflegte er ihnen zu Füßen zu liegen.
Dabei war der Schuft
recht ausgebufft.

Denn wie er sülzend sprach: "Ich bin Casanova",
klappten die Weiber kirre aufs Sofa.
Wohl wahr, daß er sexuell tolle Wunder vollbrachte,
den Anfang von allem aber sein Namen brachte.
Der erst, mit seiner ungeheuren Faszination,
ermöglichten ihm die Obszession.

Doch welch ein Malheur
wär´ er gekommen daher
mit einem anderen Namen
zu den Damen,
hätte wohlmöglich komisch gesprochen,
blamiert hätt´ er sich bis auf die Knochen.
Und keine erotischen Geschichten
würden über ihn berichten.
Denn keine hätte mit ihm etwas angefangen,
wäre er so rangegangen:


„Straßtwuitje Ninotschka,
geh´n wir in Kammer und trinken Wodka."

„Grüß di Gott, ma Madl,
setz´ di auf ma Radl."

„Jambo, Mama Loppe,
kwenda hoppe-hoppe."

„Kung-Fu gloße Lust,
will glapschen deine Blust."

„Ich Tarzan, du Jane,
ich will dich nackig seh´n."

"Ming Mädche, maach´ nit su ä Jedöns,
isch mööcht su jään, datt du misch verwöönst."


Wie er´s in Wirklichkeit getrieben,
das steht in einem Buch geschrieben.


Falk-Ansgar
2008-02-13

* * * alias Jakob Neuhaus

Giacomo Casanova ***
1750
Venedig