Ob etwas stimmt, das weiß man „nücht“,
so ist das halt mit dem Gerücht.

Im Dunkeln der Geschichte hatten´s die Burgunden
auf Bornholm wohl ziemlich trist gefunden.
Und so hatten sie sich auf die Socken gemacht
und sich mit Kind und Kegel aufs Festland verbracht.

Da saßen eine ganze Weile an der Oder rum,
dann wurde es ihnen auch dort zu dumm.
Sie drängten vor bis an den Oberrhein,
da mitten zwischen die Alemannen rein.

Den Römern war dies nur zu recht,
schon lange lagen sie mit Alemannens im Gefecht.
So dachten sie sich gut beraten
und engagierten die Burgunden als Föderaten.

Nun machten diese mit den Alemannen rum.
Im übrigen aalten sie sich in Worms herum
und bereiteten sich dort vor, ganz ohne Frage,
auf Ihre Rolle als Helden der Nibelungensage.

Verrückterweise wollten sie nämlich
ihr Herrschaftsgebiet erweitern, das war dämlich.
Heermeister Aetius hatte dafür gar keinen Sinn
und schickte denen eine Truppe Hunnen hin.

Da ging es zur Sache und richtig los.
Das Morden und Schlachten war groß.
Die Burgunden haben so tapfer gerauft,
dass man sie später „Nibelungen“ getauft.

Beginn und Ende des Nibelungenliedes

Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
von heleden lobebæren, von grôzer arebeit,
von fröuden hôchgezîten, von weinen und von klagen,
von küener recken strîten muget ir nur wunder hɶren sagen.

I´ne kan iu niht bescheiden, waz sider dâ geschach:
wan ritter unde vrouwen weinen man dâ sach,
dar zuo die edeln knehte, ir lieben friunde tôt.
Hie hât daz mære ein ende: daz ist der Nibelungen nôt.

Doch wurden die meisten Burgunden abgeschlachtet,
die Übrigen von ihnen an die Rhone verfrachtet.
Noch heute leben sie dort, die einstigen Burgunden,
und lassen als stolze Franzosen den guten Wein sich munden.

Falk-Ansgar
2007-12-31

Burgunden
Nach 400
Worms