Außer jeder Konkurrenz
startete 1888 Bertha Benz
zu der weltweit ersten Fernfahrt in einem Automobil
von Mannheim nach Pforzheim mit dem Ziel:
Ohne Wissen des Erfinders, Karl Benz, ihres Mannes,
wohl mit dem Gedanken: "Schau nur, ich kann es !"
Und das zu einer Zeit,
als die allgemeine Weiblichkeit
kaum etwas wert war,
es sei denn, dass sie am Herd war
oder zur Repräsentation
als Dame des Hauses im Salon.
Bertha hingegen war voll emanzipiert
und hat ihrem Karl wohl mächtig imponiert.
Freimütig gestand er später ein,
ihre Tat ließ ihn im Nachhinein erfolgreich sein.

Denn auf einmal wollten alte wie auch junge Knaben,
klar nur die betuchten, diese Karre haben.
Wenn schon ´ne Frau so´n Auto fahren kann,
erst recht wohl dann ein Mann.
Infolge lief es für die Firma Benz geschäftlich prima
in einem von Reichen nach Statussymbolen strebenden Klima.

Ein Kuriosum sei als Frage hier noch angefügt,
wo Bertha ihren Kraftstoff hatte hergekriegt ?
Tankstellen gab es ja nocht nicht,
und der mitgeführte Treibstoff reichte nicht !
In Wiesloch, welches sie durchfuhr
auf ihrer Tour,
beschaffte sie sich in ´ner Apotheke "Ligroin",
das funktionierte wie heute das Benzin.
So lief ihr Weiterfahren ohne Panne,
kam unversehrt in Pforzheim anne.

Wollten die ersten Autofahrer ein paar Runden dreh´n,
dann mussten sie zum Tanken nach ´ner Apotheke seh´n.


Falk-Ansgar
2011-02-15

Bertha Benz
1888
Mannheim - Pforzheim