Ausbruch des Vesuvs

79 nach Christi Geburt geschah es, dass es krachte.
Es war der Vesuv, der solches machte.
Mit berstender Wucht ohne gleichen,
ließ er Tod und Verderbnis entweichen.
Nach vorherigem Krachen und Grollen
ließ er die Menge Lava nach unten rollen,
dazu Asche und Steine niedergeh´n.
So war es um Herculaneum und Pompeji gescheh´n.

Unter Schwaden giftiger Gase und den Aschemassen
mussten viele Menschen ihr Leben lassen.
Den Leuten, die geflüchtet waren bis ans Meer,
schickte der Vulkan eine pyroklastische Lawine hinterher.
Und in deren fürchterlichen Glut auf Blitzesschnelle
verschmorten die Ärmsten auf der Stelle.

So wie in den letzten Augenblicken ihres Lebens verharrt,
sind sie alle zum Ende erstarrt.
Abgeformt in jener Stellung der letzten Sekunden
hat man ihre Reste später wiedergefunden.

Ein gewisser Gelehrter Plinius, der damals mal schauen wollte,
warum es am Vesuv so grollte,
fuhr mit einem Nachen in die Schwaden hinein.
In denen muss er wohl umgekommen sein.
Sein Neffe, der vorsichtshalber alles von weitem geseh´n,
schrieb später, nie solle man an einen Vulkan so dicht rangeh´n.

Falk-Ansgar
2009-10-23

Ausbruch des Vesuvs
79
Pompeji