Aus dem Dasein der Flechten

Am Anfang des Lebens waren auch die Flechten.
Sie kümmerten am Tage wie in den Nächten
viele, viele Millionen Jahre vor sich hin,
voll ohne Verstand und Sinn.
Doch immerhin, sie lebten,
wurden mehr, indem sie widerständlich klebten
fest auf Klippen in des Meeres Gicht,
dazwischen auch mal nicht,
und hatten weiter nichts zu tun,
als sich zu langeweilen zu geruh´n.
Ja, selbst zum Wachsen nahmen sie sich Zeit.
In 100 Jahren wuchsen sie nur eine Winzigkeit.
Doch da ein Solches über Millionen Jahre ging,
war ihr Verbreitern letztlich nicht gering.
Noch heute existieren sie weltweit in Regionen,
wo Menschen und auch keine wohnen.
Erstaunlich schon, dass nie sie voller Ergeiz waren,
sich schlau zu machen in all den Jahren,
was schließen lässt im Umkehrschluss,
dass Leben überhaupt nicht kompliziert sein muss.
Im Fall der Menschen halt im Sinne dessen,
läuft´s raus auf Lungern, Saufen, Fressen.


Wo doch das Leben evolutionär zusammenhängt,
sich schon die Überzeugung ins Bewusstsein drängt,
gibt Menschen stammend ab von Flechten aller Sorten,
ganz sicher in der Nähe wie auch aller Orten.
Sie lungern rum. Schwachsinnen vor sich hin.
In ihrem Flechtwerk ist halt eben nicht viel drin.

Man schau´ sich einfach mal in seinem Umfeld um.
Da schleichen jede Menge solcher Typen rum.


Falk-Ansgar
2014-08-25

Kumpanei

Bei den Flechten handelt es sich um sowas
wie ´ne Kumpanei zwischen Pilzen und Algen.
Die Pilze scheiden Säure aus, mit der aus
Gesteinen Mineralstoffe rausgelöst werden.
Die Algen setzen diese in Nährstoffe um.
Genug für beide, am Leben zu bleiben.

Also nichts Aufregendes !


Bill Bryson schreibt in seinem Buch
„Ein kurze Geschichte von fast allem“
:

„Sie (die Flechten) existieren einfach
und sind der Beweis für die Tatsache,
das Leben selbst auf niedrigstem Niveau
einfach stattfindet, nur um seiner Willen.“


Wer sagt´s denn ?!