Auf Spur der Ahnen

Seitdem ich mit Ahnenforschung zugange bin,
ist ziemlicher Wirbel in meinem Sinn,
weil ich mich immer wieder frage,
von wem ich denn meinigen Charakter habe,
die leidlich prächtige Figur
wie auch die geistig-emotionale Garnitur.

Bestimmt nicht von Vater und Mutter allein,
wohl sicher von allen aus meinem Stammesverein.

So ist´s, genau so haut es hin,
dass eigentlich ich mehrmals bin,
bin kurz gesagt die Quintessenz
von aller Ahnen Existenz.

Darunter in der großen Schar,
weit über der Tausenden Jahr`,
wohl Männer wie auch Frauen aller Sorten.

Mit anderen Worten:

Die einen waren gut und prächtig,
die anderen mies und niederträchtig.

Von allen bin ich eine leidliche Mixtur,
vermengt mit einem Quäntchen Frohnatur.


Falk-Ansgar
2016-10-22

 

Kam einer von denen aus Rom nach hier,
der hatte in Colonia Agrippina sein Quatier.


Ein anderer zog als Hunne mit Attila,
der folgte den Frauen mit blondem Haar.

Da war die knackige Dienstmagd Ute,
die nahm sich den Gutsherrn im Heu zugute.

Und auch die Nonne Santa Mar,
von der die Mutter auch schon Nonne war.

Da war ein Ur-Ahn-Opa mütterlicherseits,
der unterschrieb Dokumente mit 3mal ein Kreuz.

Es gab eine Kluge, die wusste schon als Kind,
dass 4 mal 6 Eier zwei Dutzend sind.